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Tunneldurchstich am Kagraner Platz
04.12.2003 | Die Linie U1 verkehrt derzeit zwischen Reumannplatz und Kagran und hat 14 Stationen. Nun wird sie bis an den nördlichen Stadtrand verlängert. Seit Herbst 2001 wird an der 4,6 Kilometer langen Verlängerungstrecke gebaut. Im September 2006 wird das neue Teilstück mit den fünf zusätzlichen Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung und Leopoldau in Betrieb gehen. Mit dem am 4. Dezember erfolgten Tunneldurchstich am Kagraner Platz sind die Rohbauarbeiten an einem wichtigen und technisch anspruchsvollen Bauabschnitt erfolgreich beendet.

Die Verlängerungsstrecke der Linie U1 wird teils unterirdisch teils in Hochlage geführt. Beim unterirdischen Streckenteil gelangen sowohl offene Bauweise – mit Schlitzwänden, Bohrpfählen und Spundwänden – als auch geschlossene Bauweise zur Anwendung. Beim Tunnelvortrieb in geschlossener Bauweise kam erstmals nach über einem Vierteljahrhundert wieder eine Schildbohrmaschine zum Einsatz.

 

U-Bahn- Maulwurf beendet seinen Einsatz

 

Aufgrund der extremen geologischen Bedingungen musste für den Bauabschnitt U1/1 „Kagraner Platz“ der legendäre „Wiener Maulwurf“ - er war zuletzt beim Bau des U1-Streckentunnels wischen Schwedenplatz und Nestroyplatz im Einsatz - wieder aktiviert werden. Der neue, nun fertiggestellte Streckenabschnitt in geschlossener Bauweise besteht aus zwei eingleisigen Tunnelröhren mit jeweils rund 420 Metern Länge und liegt zwischen der Andreas-Huger-Gasse und dem Kagraner Platz. Die Kirche St. Georg am St.-Wendelin-Platz wurde während des Tunnelvortriebs mit dem U-Bahn-Maulwurf direkt unterfahren. Seit Anfang Juni wurde von Bergbauspezialisten in drei Schichten mit der 24 Meter langen und 500 Tonnen schwere Schildmaschine rund um die Uhr gearbeitet. Pro Tag wurden im Durchschnitt 12 Meter der neuen Tunnelstrecke mitten durch das Grundwasser aufgefahren. Mit dem Tunneldurchstich konnten die Schildvortriebsarbeiten am Abschnitt U1 - Kagraner Platz erfolgreich und termingerecht abgeschlossen werden.

 

Durch die U1 rückt der Stadtrand näher ans Zentrum

 

Sowohl die überwiegend von Jungfamilien bewohnte Donaustadt, der flächenmäßig mit Abstand größte Bezirk Wiens, als auch der bevölkerungsstarke Bezirk Floridsdorf bekommen mit der „neuen“ U1 ein weiteres attraktives öffentliches Verkehrsangebot. Immerhin wohnen in beiden Bezirken zusammen rund 260.000 Menschen.

 

 

Die U1 wird 14,6 Kilometer lang

 

Der neue Streckenabschnitt ist 4,6 Kilometer (inkl. Wende und Abstellanlage 5,1 km) lang und bringt fünf neue Stationen. Nach der Fertigstellung der U1 wird ihre Gesamtlänge 14.656 Meter betragen. Die U1 verbindet dann sechs Bezirke (1., 2., 4., 10., 21. und 22.). Schon jetzt bietet sie Umsteigemöglichkeiten zu drei anderen U-Bahn-Linien (U2, U3 und U4) sowie zu den Schnellbahnlinien S1, S2, S3 und S7 am Praterstern (Wien Nord), nach der Verlängerung nochmals zur S1 und S2 in Leopoldau.

Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen rund 530 Millionen Euro.

 

Nord-Süd-Durchquerung in nur 25 Minuten

 

Ab September 2006 wird man über die bisherige Endstelle Kagran hinaus zu den neuen Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung und Leopoldau fahren können. Die Gesamtfahrzeit vom Reumannplatz bis zur neuen Endstelle Leopoldau – nahezu eine komplette Nord-Süd-Durchquerung Wiens – wird ca. 25 Minuten betragen. Bewohner der Großfeldsiedlung sind dann in nur 7 Minuten an der Alten Donau, in 10 Minuten auf der Donauinsel, in 13 Minuten am Praterstern und in 16 Minuten im Stadtzentrum am Stephansplatz. Das sind Fahrzeiten, die mit dem Auto nicht einmal in einer verkehrsarmen Nacht erreicht werden können.

Rückfragehinweis:
Johann Ehrengruber (01) 7909-42200