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Emissionszertifikategesetz bestätigt Wien Energie als Klimaschutzvorreiter====
29.12.2003 | Wien Energie sieht seine Vorreiterrolle bei der gekoppelten Strom-Wärme-Produktion (KWK) im Emissionszertifikategesetz (EZG) bestätigt und begrüßt wesentliche Grundsatzbestimmungen. So etwa, dass der in der Vergangenheit erfolgte und in der Zukunft geplante Ausbau der umweltschonenden KWK und Fernwärmeversorgung, die Effizienz der KWK – Anlagen und freiwillige Umweltschutzmaßnahmen bei der Zuteilung von Emissionszertifikaten, die zum Ausstoß einer bestimmten Menge von CO2 berechtigen, berücksichtigt werden können. ****

Utl.: Umweltschutz bei Wien Energie gelebte Praxis – 2,2 Millionen t CO2 Emissionseinsparung pro Jahr

 

Durch die KWK Anlagen und die Fernwärmeversorgung spart Wien Energie pro Jahr rund 2,2 Millionen t CO2. Das heißt ohne KWK und Fernwärme von Wien Energie würde sich das Einsparungsziel von 2,1 Million t CO2 laut nationaler Klimastrategie für den Sektor Energiewirtschaft gravierend erhöhen. Wien Energie Geschäftsführer DI Friedrich Pink verdeutlicht die Leistungen des Wien Energie – KonzernS der Vergangenheit: „Dass wir nicht vom Umweltschutz reden, sondern ihn auch leben, zeigen die Umweltschutzmaßnahmen in der Höhe von 400 Millionen Euro alleine bei Wienstrom in den letzten 24 Jahren. Diese hohe Summe enthält aber noch nicht Investitionen in Effizienzsteigerungen und Neuanlagen wie Donaustadt 3 sowie Fernwärmenetzausbauten.“

 

Der Ausbau der KWK und der Fernwärme sind zukünftig zentrale Meilensteine auf dem Weg nach Kyoto. In der Klimastrategie der EU, von Österreich und im Klimaschutzprogramm von Wien sind diese Ziele bereits verankert.

 

Fernwärme Wien Geschäftsführer DI Anton Wischinka sieht diese Ziele jedoch gefährdet: „Die erfolgreiche Arbeit für den Umweltschutz in Wien darf jetzt durch den Emissionshandel – der in erster Linie der Treibhausgasreduktion dienen soll - nicht zunichte gemacht werden. Wer in einer Großstadt wie Wien Emissionen reduzieren will, kommt an Fernwärme aus KWK und Abfallverbrennung einfach nicht vorbei! Wenn wir durch den Emissionshandel jetzt auch nur einen Kunden nicht anschließen können – oder noch schlimmer sogar einen Kunden verlieren, obwohl genug Wärme da ist, würde man dem Klima keinen guten Dienst erweisen.“

 

Utl.: Erhalt und Ausbau nicht gesichert - KWK- und Fernwärme Bonus erforderlich

 

„Für Wien Energie geht - ohne entsprechender Berücksichtigung bei der Allokation von Zertifikaten - vom Emissionshandel bereits in der ersten Periode ein Kostenrisiko von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr aus. Dadurch wäre der Bestand der KWK und deren Ausbau gefährdet.“ so Wien Energie Geschäftsführer DI Pink. Der im EZG vorgesehene KWK- und Fernwärme Bonus müßte daher „so umgesetzt werden, dass KWK- und Fernwärmeanlagen keinerlei Zertifikate zukaufen müssen“ betont Geschäftsführer Pink. Und das nicht nur in der ersten Periode von 2005 bis 2007, sondern dauerhaft. Die KWK und Fernwärme soll damit auch in Zukunft ihren Beitrag zum Klimaschutz und zu einer besonders guten Lebensqualität in Wien leisten können.

Utl.: Wien Energie als Vorreiter bei KWK und Fernwärme in Österreich

Bei der Wien Energie werden rund ein Drittel des KWK-Stroms in Österreich erzeugt und rund 37 Prozent der in Österreich hergestellten Fernwärme kommt aus KWK-Anlagen von Wien Energie. Der Anteil an der österreichischen Fernwärmeversorgung beträgt 41 Prozent. Damit wird die Bedeutung des EZG für Wien Energie und Wien klar. Durch die KWKs und den vermehrten Einsatz von Erdgas sind Wienstrom und der Fernwärme Wien innerhalb von gut einem Jahrzehnt erhebliche Emissionsreduktionen gelungen: Wurden 1991 noch rund 169 Tonnen CO2 je GWh eingespeister Wärme ausgestoßen, waren dies im Jahr 2003 nur mehr 133 Tonnen CO2 je GWh. Mittlerweile werden in Wien 74 Prozent der erzeugten Gesamtwärmemenge 2002/2003 von 5.426 GWh aus KWK-Anlagen, 20 Prozent aus der Abfallverbrennung und nur 6 Prozent aus Heizwerken bezogen.

Rückfragehinweis:
mailto:robert.grueneis@wienenergie.at oder christian.neubauer@wienenergie.at