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Dürnkruter Biomasse-Projekt „in time“
21.02.2002 | Die Energiepflanze Kukuruz steht im Mittelpunkt eines Ökoenergie-Projektes, das im Laufe dieses Jahres in Dürnkrut umgesetzt werden wird.

Es handelt sich dabei um eine neuartige Biomasse-Verbrennungsanlage zur kombinierten Erzeugung von Wärme und Ökostrom. Die Dürnkruter Bevölkerung kann dem Biomasse-Energieprojekt jedenfalls sehr viel abgewinnen. Das zeigte sich kürzlich bei einer sehr gut besuchten Bürgerversammlung, bei der den Dürnkrutern die Details des Projektes vorgestellt wurden.

 

Errichtet wird die Anlage von Greenwpower, einer gemeinsamen Firma der Wiener Stadtwerke-Tochter BMG, der Porr Infrastruktur GmbH und der Federspiel Ökotechnology Consulting GmbH. Fertigstellung und Inbetriebnahme der 1. Bauphase sind für Ende 2002 geplant.

 

 

Innovative Verbrennungstechnologie

Bei dem Dürnkruter Biomasse-Pilotprojekt kommt eine innovative Verbrennungstechnologie zum Einsatz. Sie wurde von Greenpower in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien entwickelt und zum Patent angemeldet. Die neue Technologie ermöglicht die effiziente Umwandlung halmgutartiger, biogener Brennstoffe in Strom und Wärme. Dabei wird der Biomassebrennstoff innerhalb weniger Zehntelsekunden vollständig und schadstoffarm verbrannt. Bei der Pilotanlage in Dürnkrut kommen vorrangig sogenannte “Energiepflanzen” zur Anwendung. Das sind alte, urwüchsige, halmartige Sorten, die den Bauern bekannt sind; wie beispielsweise der traditionelle Kukuruz. Wesentliches Merkmal dieser Pflanzen ist viel Pflanzenmasse und wenig Korn.Forcierung der Technologie

Bei erfolgreicher Umsetzung der Pilotanlage sollen weitere Ökoenergie-Anlagen realisiert werden. Vor allem die Verbreitung in Österreich in klassischen Ackerbau-Regionen und in den Staaten der EU-Beitrittskandidaten soll forciert werden. Ab 2005 sind verstärkt zielgerichtete Maßnahmen zur Know-how-Vermarktung geplant. Die neu entwickelte Technik stellt besonders in kleinen und mittleren dezentralen Ökoenergie-Anlagen einen effizienten Einsatz in Aussicht. Daher sind primär kleinere und mittlere Kommunen, wie auch mittelständische Installationsunternehmen bzw. branchenverwandte Gewerbebetriebe die wichtigsten Zielgruppen, aber auch regionale und überregionale Energieversorger.

 

Geschäftsführer der Greenpower GmbH sind Dipl.-Ing. Mag. Gerhard Gamperl (Wiener Stadtwerke BMG), Dipl.-Ing. Dr. Manfred Winkler (PORR Infrastruktur) und Ing. Heinz Dötzl (Federspiel Ökotechnology Consulting).

 

 

2201Gesetzliche Rahmenbedingungen

 

EU: Die EU-Länder wurden verpflichtet, den Anteil der erneuerbaren Energie – etwa Windenergie oder Biomasse – an der gesamten Energieversorgung bis 2010 von derzeit sechs auf zwölf Prozent zu verdoppeln.

Österreich: Laut Elektrizitätswirtschafts- und organisationsgesetz (ElWOG) hat jedes österreichische Elektrizitätsunternehmen mit Verteilernetz bis zum Jahre 2007 vier Prozent des gesamten Strombedarfs aus Ökoenergie abzudecken.

Kyoto-Ziel: Im Rahmen des Kyoto-Zieles hat sich Österreich verpflichtet, 13 Prozent der CO2-Emissionen – gerechnet vom Basisjahr 1990 - bis zum Jahr 2010 einzusparen.

Ohne Forcierung und Förderung von Biomasse-Anlagen werden diese Ziele nicht erreichbar sein.

Rückfragehinweis:
Greenpower, Ing. Heinz Dötzl Tel. +43 050 626 2213