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Bestattung Wien begegnet der Marktöffnung aktiv
25.10.2002 | Zweimarkenstrategie und Gang in die Bundesländer

Markt ist Chance. Mit dieser Grundeinstellung setzt sich die Bestattung Wien mit der Marktöffnung im Bestattungswesen auseinander. Die neuen Möglichkeiten für geprüfte Bestatter – nämlich einen Standort ohne Bedarfsprüfung zu eröffnen - wird auch die Bestattung Wien nutzen. Mit dem über Jahre erworbenen Bestattungs-Know-how wird das Unternehmen nun auch in die Bundesländer hinausgehen, wobei man zunächst mit städtischen Bestattungen zwecks Kooperationen Kontakt aufnehmen werde, erklärten die beiden Bestattung Wien-Geschäftsführer Arno Molinari und Christian Fertinger gestern abend im Rahmen einer Pressekonferenz.

 

Darüber hinaus beabsichtigt die Bestattung Wien ein weiteres Unternehmen zu gründen, das für die Betreuung einer besonderen Klientel gedacht ist. Insbesondere soll die exklusive Betreuung und die Erfüllung aller möglichen Sonderwünsche im Vordergrund stehen. Um diese Wünsche zu ergründen, soll auch die Marktforschung zu Rate gezogen werden, betonten die beiden Geschäftsführer. Ebenso wird angestrebt nach dem derzeit modernen Motto „one-stop-shop“ dem Hinterbliebenen möglichst viele Wege im Zusammenhang mit einem Sterbefall abzunehmen.

 

Die Gewerbeordnungsnovelle 2002, die mit 1. August in Kraft getreten ist, wird für das Bestattungsgewerbe tiefgreifende Änderungen bringen. Wesentlichste Änderung ist die im Zuge der Gewerberechtsnovelle im Sommer abgeschaffte Bedarfsprüfung. Demnach wird zur Anmeldung eines Bestattungsunternehmens nur mehr die Befähigung vorausgesetzt. In der neuen Regelung ist auch vorgesehen, dass der Landeshauptmann zwingend einen Höchsttarif zu erlassen habe, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass Bestatter eine nachteilige Preispolitik verfolgen oder unlauter agieren.

Neu zum Tätigkeitsbereich der Bestattung ist die Thanatopraxie hinzugekommen. Thanatopraxie ist ein Kunstbegriff, der von Thanatos, dem griechischen Gott des Todes abstammt. Er bedeutet, den Körper eines Verstorbenen derart zu erhalten, dass seine Angehörigen unbesorgt von ihm Abschied nehmen können. Im anglo-amerikanischen Raum wird dafür das geläufigere Wort Enbalming verwendet.

 

Seit Bestehen hat die Bestattung Wien rund zwei Millionen Beerdigungen und weltweite Überführungen reibungslos organisiert - von Trauerfeiern im engsten Familienkreis bis hin zu großen Staatsbegräbnissen, wie beispielsweise beim Begräbnis von Exkaiserin Zita prunkvoll zelebriert. Der dabei erzielte hohe Standard wurde mit dem Zertifikat für Qualitätsmanagement, der ISO 9001 bestätigt, welches dem Aufnahmedienst mit den Anmeldestellen für Todesfälle (Filialen) verleihen wurde.

Aufgrund eines Vertrages mit der Stadt Wien hat die Bestattung Wien das alleinige Aufbahrungsrecht auf den Wiener Friedhöfen. Im Gegenzug ist die Bestattung Wien verpflichtet für die innere Ausgestaltung und Erhaltung der Hallen zu sorgen. Die Bestattung Wien wird sich Möglichkeiten überlegen, wie Mitbewerbern gegen ein kostenorientiertes Entgelt die Benützung der Aufbahrungshalle möglich gemacht werden wird.

Rückfragehinweis:
Mag. Jürgen Sild