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Gerätetauschaktion hilft beim Sparen und schont die Umwelt
13.02.2009 | Enge Kooperation zwischen Stadt Wien und Wiener Wirtschaft

In Wien gibt es mehr als 110.000 Erdgas-Heizgeräte, die älter als 20 Jahre sind. Sie heizen größtenteils nicht effizient, verbrauchen zuviel Energie und belasten Umwelt und Geldbörsen. Deshalb unterstützt die Stadt Wien im Rahmen von Förderungen all jene Wienerinnen und Wiener finanziell, die ihr altes Gerät gegen ein modernes, energiesparendes Heizsystem austauschen wollen. An der Gerätetauschaktion beteiligen sich neben der Stadt Wien auch die Wiener Installateure und Rauchfangkehrer und die Vereinigung der österreichischen Kessellieferanten sowie Wien Energie. Vizebürgermeisterin Finanzstadträtin Mag. Renate Brauner und Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig stellten gemeinsam mit Wien Energie-Geschäftsführer Mag. Robert Grüneis, Spartenobmann Ing. Gottfried Parade, Wirtschaftskammer Wien, und Robert Kordik, Vereinigung österreichischer Kessellieferanten, die Aktion für den Heizgerätetausch heute, Freitag, im Rahmen einer Pressekonferenz vor.

 

Konjunkturmaßnahme für die Wiener Wirtschaft

Vizebürgermeisterin Renate Brauner hob bei der Pressekonferenz die wirtschaftliche Bedeutung der Aktion hervor: „Die Wiener Gerätetauschaktion zeigt das funktionierende Zusammenspiel zwischen Gewerbe, Industrie und der Wien Energie. Der Gerätetausch hilft den Wienerinnen und Wienern nicht nur künftig bares Geld zu sparen, sondern ist im Rahmen der Aktion ein wichtiger Impulsgeber für kleine und mittlere Betriebe sowie für die Gerätehersteller. Ich sehe diese Fördermaßnahme daher auch als Beitrag zur Stützung der Konjunktur. Damit sichern wir Arbeitsplätze hier bei uns in Wien.“ Brauner betonte auch, die Notwendigkeit eines richtigen Energiemixes für eine Großstadt wie Wien sowie den sozialen Aspekt der Aktion. "Ich weiß aus zahlreichen Gesprächen, dass viele Menschen bei einer Umrüstung wegen der Kosten zögern. Die Gerätetauschaktion soll gerade sozial schwächeren Gruppen damit den Heizungstausch ganz wesentlich erleichtern."

 

„Der soziale Aspekt der Förderungen ist uns sehr wichtig. Die Stadt Wien stellt im Jahr 2009 Fördermittel im Ausmaß von 11 Mio. Euro bereit, um die Wienerinnen und Wiener finanziell dabei zu unterstützen, durch moderne Energieversorgungssysteme und einen geringeren Heizverbrauch viel Geld zu sparen. Und das kommt auch dem Klima- und Umweltschutz zugute. Ein einziges Gasbrennwertgerät reduziert im Vergleich zu einem herkömmlichen Heizsystem den C02-Ausstoß um rund 2,5 Tonnen pro Jahr“, unterstrich Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Ziel der Gerätetauschaktion sei es, möglichst viele Wienerinnen und Wiener dazu anzuregen, auf effiziente Heizgeräte umzusteigen.

 

Wirtschaftskammer begrüßt die Partnerschaft

Wien Energie und die Partner der Wiener Installateur- und Rauchfangkehrerinnung, sowie Vertreter der österreichischen Kessellieferanten haben gemeinsam ein Gutscheinheft zusammengestellt, die zusätzlich zu den Förderungen der Stadt Wien bares Geld bringen. Verschiedene Firmen bieten großzügige Rabatte beim Ankauf, für Arbeitsleistungen und Servicetätigkeiten an.

Spartenobmann Gottfried Parade von der Wirtschaftskammer: „Aus Sicht der Sparte Gewerbe und Handwerk ist die gemeinsame Aktion nur zu begrüßen. Die Gewerbetreibenden setzen gemeinsam mit den Partnern von Wien Energie und der Industrie ein Zeichen gegen die Wirtschaftskrise und für die Umwelt. Der Brennwertkessel stellt die modernste Heizkesseltechnologie für das Verbrennen von Erdgas dar und kann sowohl zum Heizen als auch zur Brauchwassererwärmung genutzt werden. Sie eignet sich auch optimal zur Kombination mit Solaranlagen. Parade: „Damit sich die Kunden auch über ihr neues effizientes Gerät freuen können, sollten sie sich auf den Wiener Installateur und den Wiener Rauchfangkehrer als Partner verlassen.“ Trotz der modernen Technik weisen Wiens Rauchfangkehrer und Installateure auf die regelmäßige Überprüfungspflicht hin. Eine jährliche Wartung vom Fachmann bedeutet Sicherheit und Energieeffizienz durch optimale Einstellungen.

 

Kombination mit Solartechnik steigert Immobilienwert

Sehr zufrieden über das geschnürte Vorteilspaket aller Partner zeigte sich auch Robert Kordik, Vertreter der österreichischen Kessellieferanten: „Das Ziel der Brennwerttechnik ist, die im Brennstoff enthaltene Energie optimal zu nutzen. Um die feuchten Abgase abführen zu können, ist ein feuchtigkeitsunempfindlicher Kamin erforderlich. Die Sanierung von alten Rauchfängen ist durch den Einbau einer Kunststoff-Abgasleitung in den vorhandenen Kamin in vielen Fällen kostengünstig möglich.“ Kordik erklärte weiter: „Der Energieverbrauch eines modernen Brennwert-Geräts lässt sich durch die Kombination mit einer Solaranlage weiter reduzieren. Mit Hilfe der kostenlosen Sonnenenergie deckt die Solaranlage bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs für Warmwasser. Eine Solaranlage zur kombinierten Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung steuert zwischen 15 und 35 Prozent zum jährlichen Gesamtwärmebedarf bei. Ein solches Komplettsystem – Gas-Brennwertgerät und Solaranlage in einem Haus mit gutem Dämmstandard stellt sicher, dass nicht nur sowenig Energie wie möglich verbraucht wird, es steigert auch den Wert der Immobilie.“

 

Direkte Information an 110.000 Wienerinnen und Wiener

Wien Energie setzt auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Umweltschutz und hat deshalb gemeinsam mit den Partnern die Aktion ins Leben gerufen. Mit einem Brief samt Gutscheinheft werden alle Besitzer eines über 20 Jahre alten Gasheizgeräts über die Tauschaktion informiert. Selbstverständlich sind auch all jene Gas-Heizgerätebesitzer deren Geräte noch keine 20 Jahre erreicht haben, eingeladen ihre Gerät gegen ein effizientes Erdgas-Brennwertgerät zu tauschen.

Wien Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis: „Wir freuen uns, dass wir auf diesem Weg unseren Beitrag für die Steigerung der Energieeffizienz leisten können. Unser Motto ist: Jede nicht verbrauchte Einheit Energie ist die günstigste und umweltschonendste.“ Grüneis weiter zu den Informationsmöglichkeiten der Aktion: „Bei einem kostenlosen Beratungsgespräch im Wien Energie Haus in Wien 6, Mariahilferstraße 63, bekommt man Informationen über mögliche Austauschförderungen durch die Stadt Wien sowie das Gutscheinheft der teilnehmenden Partner für weitere Vergünstigungen beim Gerätetausch. Infos gibt es auch beim Installateur des Vertrauens und bei den Wiener Rauchfangkehrern.“ Eine gute Gelegenheit sich über die Erdgas-Gerätetauschaktion zu informieren bietet von 19. bis 22. Februar die Messe „Bauen & Energie“, beim Stand von Wien Energie in der Halle B, Stand B0501, beim Stand des Wohnbauressorts der Stadt Wien, Halle B, Stand B0601, und bei allen Partnern.

 

 

Energiesparen zahlt sich aus

Alte Gas-Heizgeräte heizen meist nicht effizient, verbrauchen mehr Energie und belasten die Geldbörse. Ab 2012 gelten außerdem strengere Emissionsgrenzwerte, die eine alte Anlage nicht mehr einhalten kann.

Wer jetzt auf eine effiziente und umweltfreundliche Erdgas-Brennwertheizung umsteigt, genießt folgende Vorteile:

- Kostengünstiger Betrieb

- Förderung durch das Land Wien

- Geringerer Brennstoffverbrauch

- Umweltschonend, sauber und leise

- Vergünstigungen bei Installateuren, Kesselherstellern und Rauchfangkehrern mit dem Gutscheinheft

Allein durch den Wegfall der Zündflamme bei einem alten Gerät spart man bis zu 70 Euro pro Jahr an Energiekosten.

 

Förderungen der Stadt Wien

 

Die Stadt Wien, die MA 50, fördert den Gerätetausch. So wird die Umstellung oder Nachrüstung vorhandener Heizanlagen in Wohnungen mit einmaligen nichtrückzahlbaren Beiträgen unterstützt.

Auch für die Errichtung von Zentralheizungsanlagen mit innovativen klimarelevanten Systemen (Wärmepumpen, Biomasseheizungen) oder mit Fernwärmeanschluss in Einfamilienhäusern können Fördermittel – nichtrückzahlbare Annuitätenzuschüsse (bei Darlehen) oder einmalige nichtrückzahlbare Beiträge (bei Eigenmitteln) – in Anspruch genommen werden.

Die jüngste, neue Förderungsmaßnahme betrifft 5-Liter-Durchlauferhitzer ohne Kaminanschluss. Diese Geräte dürfen nicht mehr neu installiert werden, da es bei einem nicht einwandfreien Betrieb zu lebensgefährlichen Kohlenmonoxidvergiftungen kommen kann. Um den Austausch alter, noch in Betrieb befindlicher Geräte zu forcieren, gewährt die Stadt Wien nun einen nichtrückzahlbaren Beitrag in Höhe von 600 Euro, wenn dafür ein Gerät mit Abgasführung angeschafft wird. All jene, die ihren 5-Liter-Durchlauferhitzer ohne Kaminanschluss gleich auf ein modernes, energiesparendes Gasbrennwertsystem umstellen, können sogar einmalige nichtrückzahlbare Förderbeiträge im Ausmaß von bis zu 50 Prozent der förderbaren Maßnahmen, maximal aber 5.000 Euro, erhalten.

 

Informationsstelle für die Förderungen:

MA 50/MA 25

19., Muthgasse 62

Tel.: 4000-74860 (rechtliche Auskünfte)

Tel.: 4000-74870 (technische Auskünfte)

www.wien.gv.at/foerderungen

Informationen gibt es auf der Aktions-Homepage

www.erdgas-brennwerttechnik.at

 

 

Rückfragehinweis:

Mag. Wolfgang Hassler,

Mediensprecher Vizebgm. StR Brauner

Tel.: 01/4000-81845

E-Mail: wolfgang.hassler@wien.gv.at

 

Christiane Daxböck,

Mediensprecherin StR Ludwig

Tel.: 01/4000-81869

E-Mail: christiane.daxboeck@wien.gv.at

 

Mag. Christian Ammer

Wien Energie GmbH

Tel.: 01/53123-73904

E-Mail: christian.ammer@wienenergie.at

 

Rückfragehinweis:
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